Aus den ersten 18 Jahren sind nur noch wenige schriftliche Unterlagen vorhanden. Diese Dokumente und die aus den schriftlichen Erinnerungen von Wilhelm Greinwald â dem langjĂ€hrigen SchriftfĂŒhrer in den GrĂŒndungsjahren gewonnenen Erkenntnisse lassen dennoch glaubwĂŒrdig gesicherte Aussagen ĂŒber die ersten Vereinsjahre zu.
1896
Im FrĂŒhjahr dieses Jahres findet sich auf Anregung des Landwirts und Metzgermeisters Peter Soller eine kleine Gruppe sangesfreudiger Ismaninger zur GrĂŒndung eines Gesangvereins zusammen. UnterstĂŒtzung findet der âPostfranz-Peterâ dabei durch den spĂ€teren BĂŒrgermeister Andreas Schweiger, die drei BrĂŒder Michael, Mathias und Josef Deimel, den Hochzeitslader Michael Ăttl, den Harrerbauern Josef SchieĂl und den Kaufmann Alois Riedler. Nach einigem Hin und Her einigt man sich schlieĂlich auf den Namen âLiedertafel Ismaningâ.
Der erste Dirigent ist der Lehrer Georg Aubinger, der VorgĂ€nger von Lehrer Stefan Britting, der mit seinem jungen Chor im Nebenzimmer der Postwirtschaft jede Woche seine Gesangprobe abhĂ€lt, vom Gastwirt Georg Soller freundlich aufgenommen. Bald ist die Liedertafel in der Lage, den Kirchenchor zu unterstĂŒtzen, Liederabende zu gestalten und Singspiele aufzufĂŒhren.
1903
AnlĂ€sslich der Grundsteinlegung fĂŒr den Neubau der Pfarrkirche bringt die Liedertafel dem Erzbischof Freiherr von Stein am Vorabend ein StĂ€ndchen.
1904
Das musikalische Programm anlÀsslich der Einweihung der Kirche wird ebenfalls von den SÀngern bestritten.
1905
Die âStatuten fĂŒr die Liedertafelâ werden festgelegt. Sie dienen spĂ€ter als Grundlage fĂŒr die 1919 erstellten âSatzungen fĂŒr den Gesang-Verein Ismaningâ. Von Anfang an hat die âLiedertafel Ismaningâ groĂen Zulauf. Eine aus dem Jahr 1906 vollstĂ€ndig erhaltene Mitgliederliste bezeugt, wie stark verwurzelt der noch junge Verein bereits in unserer Gemeinde ist.
Der Pfarrer Gottfried Ziegler, der Bader Ludwig Weber und der Bader Jakob Mayerhofer, die Ismaninger Wirte Korbinian Schmidramsl, Anton Seidl, Georg Soller und Max Stumpf, der Kramer Leonhard Membarth, der BĂ€cker Johann Gradl, der Schreiner Johann Prohaska, der Zimmerer Melchior Abelshauser, BĂŒrgermeister Georg Kraus, der MilchhĂ€ndler Simon Kraus, der Gutsverwalter Wilhelm Greinwald, Franz Dasch, die Lehrer Johann Falter und Stefan Britting, der Inspektor Josef Rocke, der Tierarzt Anton Sepp, Dr. Ludwig Mayr, August GrĂ€Ămann, Vorstand Otto Kayser, der Schmid Nikolaus Kranz und der Sattler Max Widmann stehen auf der Vereinsliste. Weitere Vereinsmitglieder sind die Landwirte Max Kraus, Anton Obele, Benno Hartl, Josef Reisinger, Benno Liebl, Matthias Hagn, Kaspar Oberhauser, Michel Scharl und Johann SchieĂl, dazu Johann Oswald, Karl Reiner und Max Soller, Anton Soller jun., Georg Klopf und Otto Karpf.
1914
Im Mai kommt es â als Folge vereinsinterner Spannungen â zu einer Spaltung: Als Konkurrenz zur âLiedertafelâ entsteht der âLiederkranzâ, der sein Vereinslokal beim Neuwirt (Besitzer Korbinian Schmidramsl) hat. Am 5. Juli stellt sich der neue Verein mit einem SĂ€ngerkommers der Ismaninger Ăffentlichkeit vor, und zwar unter dem Wahlspruch: âNur immer lustig und guter Dingâ, das ist der Liederkranz Ismaning!â Auch die Liedertafel Unterföhring und der BĂ€ckergesangverein MĂŒnchen nehmen an dieser Feier teil. Der im August des Jahres beginnende 1. Weltkrieg (1914/18) bringt die TĂ€tigkeit beider Vereine vollstĂ€ndig zum Erliegen. Die letzte AktivitĂ€t ist im Dezember eine WohltĂ€tigkeitsveranstaltung im Postsaal fĂŒr das Rote Kreuz. Dem Zeitgeist entsprechend ist auch die Liederauswahl: âWenn die Soldaten durch die Stadt marschierenâŠâ, âDas Grab auf der HeideâŠâ, âZieh hinaus…â, âDes Seemanns LosâŠâ âHeldengesang aus WalhallaâŠâ.
1918
Der grausame Krieg, in dem viele Vereinsmitglieder ihr Leben gelassen haben, ist zu Ende. Die SangestĂ€tigkeit kann wieder neu aufleben: Die Weihnachts- und BegrĂŒĂungsfeier fĂŒr die aus dem Felde heimgekehrten Mitglieder wird von beiden Vereinen festlich gestaltet. Folgende Lieder werden vorgetragen: âIm herrlich deutschen EichenhainâŠâ, âWieâs daheim warâŠâ, âGrĂŒĂe an die HeimatâŠâ, âGrĂŒĂ mei liabâs BayernlandâŠâ
1919
Ermutigt durch die friedlichen Kontakte beider Vereine versucht der Gutsverwalter Wilhelm Greinwald im Februar, die Ismaninger SĂ€nger wieder zu vereinen, scheitert jedoch an der Frage des Vereinslokals, wie einem Brief von Korbinian Schmidramsl zu entnehmen ist. Im Juli des Jahres 1919 kommt es dennoch zur Vereinigung von âLiederkranzâ und âLiedertafelâ zum âGesangverein Ismaningâ, aus dem dann der MĂ€nnergesangverein wird. Die in diesem Zusammenhang erstellte neue Satzung hat bis 1998 GĂŒltigkeit. Der § 1 besagt: âZweck des Vereins ist die Pflege des deutschen MĂ€nnergesanges und der geselligen Unterhaltung, wobei GesprĂ€che ĂŒber Politik zu unterlassen sind.â Die schwierige Frage des Vereinslokals ist auch entschieden: Der Gasthof âZur MĂŒhleâ bietet bis heute dem Verein eine ausgezeichnete Herberge. Obwohl Korbinian Schmidramsl, der Neuwirt, den âLiederkranzâ verloren hat, bleibt er Mitglied und wĂŒnscht dem neuen Verein, dass er blĂŒhen und gedeihen möge â ein Wunsch, der in ErfĂŒllung geht. So wird im September 1919 der erste gemeinsame SĂ€ngerausflug nach Erding durchgefĂŒhrt, und zwar mit vier Gespannen.
1920
Unter dem neuen Vorstand Josef Deller fÀhrt der Verein im August nach HohenschÀftlarn zur Fahnenweihe des dortigen Gesangvereins. Zum Patenbitten wird diese Fahrt im Dezember wiederholt.
1921
Dieses Jahr bedeutet fĂŒr den Gesangverein einen Höhepunkt seiner Geschichte, er feiert nĂ€mlich am 5. Juni sein 25-jĂ€hriges GrĂŒndungsfest mit der Weihe der neuen Vereinsfahne. Den Preis von 6.000 Inflationsmark haben die groĂzĂŒgigen Spender aus der Bevölkerung aufgebracht. Fahnenmutter ist Frau Katharina Seidl, die auch Herbergsmutter des Vereins ist, Fahnenbraut ist Maria Seidl vom SeidlmĂŒller, und Fahnenjunker ist Sepp Hörl, der Baufestl Sepp. Es ist ein groĂartiges Fest, das mit dem HohenschĂ€ftlarner Patenverein, den zahlreichen Brudervereinen und der 40 Mann starken MilitĂ€rkapelle des Pionierbataillons MĂŒnchen bei strahlendem Wetter gefeiert wird. MaĂgeblichen Anteil am guten Gelingen hat der Vorstand Josef Deller und der unermĂŒdliche Chorleiter August Augustin, der u.a. den âFestgruĂâ von Schauseil einstudiert hat.
1922
Als gelungenes Fest geht auch die Fahnenweihe der Eittinger SĂ€nger, bei der die Ismaninger die Patenschaft ĂŒbernommen haben, in die Vereinsgeschichte ein. Die Wahl war auf Ismaning gefallen, weil im Umland von Eitting kein Gesangverein existierte.
1923
Der Verein schlieĂt sich dem Isartal-SĂ€ngergau an und nimmt regelmĂ€Ăig an den gemeinsamen Treffen teil, bei denen jedes mal ein SĂ€ngerw
ettstreit ausgetragen wird. Der Frohsinn dieses SĂ€ngertreffens schlĂ€gt einmal in Todesangst um, als die Ismaninger bei einem schweren Sturm mit unheimlichem Wellengang von Tutzing aus den Starnberger See ĂŒberqueren. Dies geschieht anlĂ€sslich der Teilnahme am GausĂ€ngertreffen in MĂŒnsing-Ammerland. In diesem Jahr schlieĂen sich zehn aktive SĂ€nger zu einer Stammtischgesellschaft zusammen,die sich die âPfundererâ nennen und von denen jeder seinen eigenen Spitznamen hat. Sie bilden eine besonders lustige und trinkfeste Gruppe gemÀà ihrem Trinkspruch: âPfundi gsuffa!â Ăber ihre ausgefallenen SpĂ€Ăe wird in Ismaning noch lange gelacht.
1924
Der Chorleiter August Augustin, der mit seinem Können und seinem unermĂŒdlichen Einsatz den Gesangverein auf ein betrĂ€chtliches Niveau gebracht hat, feiert seine Silberhochzeit. Die dankbaren SĂ€nger bringen ihm ein StĂ€ndchen und schenken ihm ein nagelneues Fahrrad, um ihm die wöchentliche Fahrt von Milbertshofen zu erleichtern (Ăbernachten kann er meistens im âExpeditor-Hofâ).
1925
Bei der Fahnenweihe des Aschheimer Gesangvereins ĂŒbernimmt Ismaning die Patenschaft und rĂŒckt dabei mit mehreren Festwagen an: Neben den SĂ€ngern beteiligen sich auch die Veteranen, die Burschen und die beiden Ismaninger SchĂŒtzenvereine am Festzug.
1927
Das 30-jĂ€hrige GrĂŒndungsfest wird aus unbekannten GrĂŒnden verspĂ€tet, aber dann umso festlicher gefeiert.
Schon am Vorabend des 27. Juli werden die GrĂŒndungsmitglieder in einem Festkommers geehrt. Tags darauf zieht â von einer groĂen Zuschauerkulisse gesĂ€umt â der Festzug mit drei Musikkapellen durch das Dorf. Stolz wird dabei auch die 1921 geweihte Vereinsfahne prĂ€sentiert, wie das Gruppenbild aus dem Schlosspark beweist.
1931
Peter Sigl löst Josef Deller als 1. Vorstand ab. Es beginnt eine Ă€uĂerst
aktive VereinstÀtigkeit.
1933
Hans Soller wird nun 1. Vorstand, nachdem er schon seit 1924 als 2. Vorstand fungiert hat. Er fĂŒhrt mit viel Schwung die umfangreichen AktivitĂ€ten weiter, bis Ă€uĂere UmstĂ€nde das Vereinsleben zum Erliegen bringen: BerĂŒhmt werden die âBunten Abendeâ, die jedes Jahr abwechselnd im Post- und Neuwirtssaal veranstaltet werden, dazu das âWerbesingenâ an öffentlichen PlĂ€tzen und die vielen Geburtstags- und JubilĂ€umsstĂ€ndchen. Neben den regelmĂ€Ăigen SĂ€ngertreffen kommt es sogar innerhalb der örtlichen SĂ€ngerschar zu einem richtigen Preissingen. Mit Stolz verweist der langjĂ€hrige Chronist Michael Brandmeir (1931 bis 1962) auf das reiche kulturelle Leben des Vereins.
1938/39
Durch die vielen Einberufungen von aktiven SĂ€ngern zum Arbeitsdienst und zur Wehrmacht wird das Vereinsleben immer ruhiger. Es ist kaum mehr möglich, SĂ€ngerabende durchzufĂŒhren. Seit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges im September 1939 treffen sich die SĂ€nger fast nur noch zu traurigen AnlĂ€ssen, wie die Heldenehrung gefallener Mitglieder.
1941
Die letzte Versammlung wĂ€hrend des Krieges wird am 5. Januar des Jahres protokolliert: Hans SchieĂl löst dabei Hans Soller als 1. Vorstand ab. Das Vereinsleben kommt völlig zum Erliegen.
1948
âVom Alpenland durchs Isartal, das deutsche Lied tönt ĂŒberall!â Mit diesem SĂ€ngerspruch als Einleitung berichtet der SchriftfĂŒhrer Michael Brandmeir von der Auferstehung des MĂ€nnergesangvereins, nachdem Sepp Deller am 10. Oktober die alten und jungen SĂ€nger zu einer Versammlung zusammengerufen hat. Dabei wird er zum 1. Vorstand gewĂ€hlt, und Herr Augustin ĂŒbernimmt wieder die Chorleitung. Langsam fĂŒllt sich auch durch spendenfreudige Mitglieder die leere Vereinskasse. Zur groĂen Freude der Ismaninger ertönen zu Allerheiligen die altbekannten Lieder des MGV auf dem Friedhof. Die Weihnachtsfeier am Stephanietag zeugt von einem starken ZusammengehörigkeitsgefĂŒhl: So wird u.a. bei der Christbaumversteigerung der Gipfel 30mal gesteigert, der FC Ismaning spendet 200 DM und Anton Schulz stiftet sogar ein lebendiges Ferkel als GlĂŒcksschwein, das ebenfalls versteigert wird.
1949
Die vergangenen entbehrungsreichen Jahre und auch die sanierte Finanzlage des Vereins lassen die Freude am Feiern wieder zurĂŒckkehren: Der Verein nimmt am 25-jĂ€hrigen GrĂŒndungsfest des MGV Oberföhring teil und gestaltet die Primizfeiern von Michael Deimel und Engelbert Grau mit seinen schönen Weisen.
1950
Auf Initiative von Hans Soller wird das âSĂ€ngertreffen der Vereine des MĂŒnchener Nordostensâ ins Leben gerufen. Am 4. Juni
findet das erste Treffen statt, und zwar im Garten des Gasthofes âLechnerâ in Unterföhring. Eingeladen hat der dortige MGV. Neben den Ismaningern wirken auch die MĂ€nnerchöre aus Aschheim, Denning-Englschalking, Oberföhring und Garching mit. Durch das Programm fĂŒhrt der bayerische Dichter Michl Ehbauer; der Roider Jackl, der berĂŒhmte GâstanzlsĂ€nger, tritt als Solist auf. (An den spĂ€teren SĂ€ngertreffen beteiligen sich der MGV aus Denning-Englschalking und aus Garching nicht mehr, dafĂŒr kommen die Vereine aus Feldkirchen, Trudering, Berg am Laim und Heimstetten neu hinzu).
1951
Am 3. Januar wird Hans Soller erneut zum 1. Vorstand gewĂ€hlt. Er fĂŒhrt den Verein unter groĂem Einsatz weitere zehn Jahre.
1956
Am 15. Juli wird das 60-jĂ€hrige GrĂŒndungsfest gefeiert, das als einer der Höhepunkte in die Vereinsgeschichte eingeht: Neunzehn Gesangvereine, zwei Musikkapellen, die vielen hĂŒbschen Festjungfrauen und die bespannten Wagen mit den EhrengĂ€sten bilden den Festzug, der sich durch das fahnengeschmĂŒckte Dorf zum Festplatz im Hain zieht. Leider wird der Wunsch der SĂ€nger, den Festgottesdienst im Schlosspark abzuhalten, vom Herrn Pfarrer nicht erfĂŒllt.
1957
Der allgemeine SĂ€ngerbund lĂ€dt am 30. MĂ€rz in das Deutsche Museum zu einem SĂ€ngertag ein, an dem die Ismaninger teilnehmen. Mit dem Volkslied âBettelmannâs Hochzeitâ, unter der Leitung von Hartmut Keil, ist der MGV Ismaning sogar im Rundfunk zu hören. Am 9. November des Jahres nimmt der MGV mit dem âSchottischen Bardenchorâ Abschied von seinem frĂŒheren, allseits beliebten Chormeister August Augustin, der den Chor von 1921 bis 1951 betreut hat.
1959
Hans Jörg Scherr wird Chorleiter. Er erweist sich als ein herausragender Könner seines Faches.
In Folge begeistert der MGV bei zahlreichen Auftritten sein Publikum. Nicht zuletzt ist dies auch auf eine groĂe Anzahl hervorragender SĂ€nger in allen vier Stimmen zurĂŒckzufĂŒhren. Der beliebte Dirigent bleibt dem Verein nicht lange erhalten. Nach nur eineinhalb Jahren muĂ er aus beruflichen GrĂŒnden den Taktstock wieder niederlegen.
1960
Vorstand Hans Soller stellt sich nicht mehr zur Wiederwahl. Auch eine Laudatio ĂŒber seine erfolgreiche VereinsfĂŒhrung kann ihn nicht umstimmen. Nachfolger wird Michael Brandmeir jun.
1961
Das 25-jÀhrige PriesterjubilÀum von Pfarrer Bengl wird vom MGV mitgestaltet.
1966
Unter Vorstand Heinrich Berg begeht der MGV sein 70-jĂ€hriges GrĂŒndungsjubilĂ€um. Im Rahmen eines âBunten Abendsâ wird dieses JubilĂ€um am 11. Dezember im Postsaal begangen.Wolfram Machalitzky glĂ€nzt mit der âBeichteâ von Franz von SuppĂ© und dem AltmĂŒnchner Couplet: âI bin der Stolz von der AuâŠâ. Die beiden Einakte âWarum? Darum!â und die âFeuerwehrĂŒbung von Dimpfelhausenâ tragen ebenso zur Belustigung bei wie Richard Wanzinger, der mit Witz und Humor durch das Programm fĂŒhrt.
1971
Der MGV schlieĂt sich einem weiteren sog. âSĂ€ngertreffenâ an, das zu einer festen Einrichtung wird und jedes Jahr am Freitag oder
Samstag vor dem Palmsonntag stattfindet. Die Vereine des MĂŒnchner Nordens aus Bruckberg, Eching, Marzling, Landshut-Achdorf und seit 1992 auch aus Unterföhring, sind hier beteiligt.
Albert Neuhauser (links) dirigiert in den folgenden drei Jahren den Chor.
Freising, das lange Jahre an den Treffen teilgenommen hat, muss 1993 aussteigen, da mit den wenigen noch aktiven SĂ€ngern keine regelmĂ€Ăigen Probenabende mehr abgehalten werden können.
SpĂ€ter nehmen auch der MGV Eching (ab 2003) und der MGV Unterföhring (ab 2004) nicht mehr am jĂ€hrlich stattfindenden âPalmsamstagsingenâ teil. An ihre Stelle treten ab 2005 die MĂ€nnerchöre aus Altdorf und Ergolding.
1975
Julius Kardinal Döpfner vollzieht die Einweihung der neuen Pfarrkirche und des Pfarrzentrums. Er wird von den SĂ€ngern mit dem Lied âDas ist der Tag des Herrnâ begrĂŒĂt und nach der Feier mit dem Beethoven-Chor âDie Himmel rĂŒhmenâ verabschiedet.
1976
Unter Vorstand Ludwig Soller feiert der Verein am 26. und 27. Juni sein 80-jĂ€hriges GrĂŒndungsjubilĂ€um.
Einen besonderen Glanz bekommt dieses Fest durch die Blaskapelle aus Ainet in Osttirol. Ein aktiver SĂ€nger, Franz Gliber, gebĂŒrtiger Aineter, hat dieses Arrangement vermittelt, aus dem sich in der Folgezeit eine erfreuliche SĂ€ngerfreundschaft entwickelt.

Ein Standkonzert mit flotten MĂ€rschen und Liedern â im Innenhof des Pfarrzentrums von der Blaskapelle gestaltet â begeistert Hunderte von Zuschauern. AnschlieĂend marschieren die aktiven SĂ€nger mit den Musikern zur Brennereihalle, wo ein âBunter Abendâ stattfindet. Mehrere Lieder, der von Mitgliedern des Bauerntheaters aufgefĂŒhrte Einakter sowie die flotte Musik der Festkapelle finden erneut den Beifall des Publikums in der vollbesetzten Halle.
Tags darauf gestaltet der MGV zusammen mit den Chören aus Eching und Lohhof, unterstĂŒtzt von der Tiroler Blasmusik, einen eindrucksvollen Festgottesdienst im Schlosspark. AnschlieĂend bewegt sich der Zug mit seinen sechzehn Vereinsfahnen und den zwei Musikkapellen bei strahlendem Wetter durch das geschmĂŒckte Dorf, bis er sich im schattigen Biergarten der MĂŒhle auflöst.
1978
Der langjĂ€hrige Chorleiter Ludwig Tremmel gibt wegen seiner anderweitigen Verpflichtungenden Taktstock ab. Rudolf Pollmann ĂŒbernimmt den Chor.
1979
Michael Schmid wird zum 1. Vorstand gewĂ€hlt. Am 22. Juli gratuliert der MGV dem MGV Unterföhring zum 60-jĂ€hrigen Bestehen, wobei er auch musikalische GrĂŒĂe ĂŒberbringt. Spiegelbild der Festtagsfreude ist nicht zuletzt der Hinweis des Chronisten Andreas Schweiger, dem Schankkellner sei am Nachmittag das Bier ausgegangen.
Der 2. Vorstand Josef Rottmaier nimmt die Anregung des frĂŒheren Vorstandes Hans Soller auf und setzt durch, dass von nun an der Verein bei Auftritten einheitlich gekleidet ist, und zwar mit schwarzer Hose, weiĂem Hemd und Krawatte.
Am 10. November lĂ€dt der SĂ€ngerkreis Lohhof zum âJohann Pöschl-GedĂ€chtnissingenâ ein. Insgesamt treten sieben Vereine in einen SĂ€ngerwettstreit. Als der MGV Ismaning von der Jury auf Platz sechs gesetzt wird, fĂŒhlt er sich benachteiligt und nimmt an diesem Treffen nie mehr teil.
1980
Unter Beteiligung aller Ortsvereine findet auf Initiative von Josef Rottmaier das 1. Ismaninger Starkbierfest mit Steinheben im Postsaal statt. Zur Unterhaltung spielt die Herrschinger Blasmusik unter der Leitung des unvergessenen Alois Eisenreich. Der Postsaal, der kurz vor der SchlieĂung steht, ist viel zu klein, um allen Besuchern Platz zu bieten. Diese Veranstaltung ist mit ein Grund, den Postsaal noch bis zur Eröffnung des neuen Ismaninger BĂŒrgersaals den Vereinen zur VerfĂŒgung zu stellen.
Im Oktober wird die neue groĂe Orgel in der Pfarrkirche eingeweiht. Beim Sonntagsgottesdienst am 26. Oktober singt der MGV die âDeutsche Messeâ von Michael Haydn und wird dabei von Herrn Neithart-Bethke, einem groĂen Kirchenmusiker, auf der Orgel begleitet.
1981
Zum 85-jĂ€hrigen GrĂŒndungsfest wird im Postsaal ein âBunter Abendâ veranstaltet, zu dem BĂŒrgermeister Zeitler und der stellvertretende Landrat Josef Schmuck erscheinen. Neben anderen Werken wird die âEuropareiseâ aufgefĂŒhrt. Ein hervorragender Auftritt der SĂ€nger unter der Leitung von Dirigent Rudolf Pollmann, der von 1978 bis 1988 als Chorleiter im Verein tĂ€tig ist.



1982
Das Ismaninger BĂŒrgerhaus wird am 27. November eingeweiht und steht den Vereinen kĂŒnftig fĂŒr Veranstaltungen zur VerfĂŒgung. Sie beteiligen sich auch vollstĂ€ndig und aktiv an der Einweihungsfeier. Der MGV singt dabei die beiden Lieder âDie Post im Waldeâ und âLa Pastorellaâ.
1983
Im Rahmen seines 60-jĂ€hrigen GrĂŒndungsfestes lĂ€sst der MGV Harmonie Eching seine neue Standarte weihen. Die Ismaninger SĂ€nger ĂŒbernehmen die Patenschaft und gratulieren mit den Liedern âZu RĂŒdesheim in der Drosselgassââ und âLa Pastorellaâ. Auch bei der Gestaltung des Festgottesdienstes beteiligen sie sich gemeinsam mit den Chorgruppen des MĂŒnchner Nordens, die im sog. âPalmsamstagsingenâ zusammengeschlossen sind. Ludwig Tremmel ist zu diesem Zeitpunkt Dirigent des MGV Eching.
1985
Der MGV nimmt Abschied von seinem Ehrenvorstand Hans Soller, dem der Verein sehr viel zu verdanken hat.
Als 1. Vorstand von 1933 bis 1941 sowie von 1951 bis 1960 hat er den Verein entscheidend geprĂ€gt. Die dankbaren SĂ€nger gestalten den Seelengottesdienst mit der Haydnmesse und verabschieden sich am Grab mit zwei Liedern: âStumm schlĂ€ft der SĂ€ngerâ und âSâis Feierabendâ.
1986
Als groĂes Fest geht das 90-jĂ€hrige GrĂŒndungsjubilĂ€um am 14. und 15. Juni in die Vereinsgeschichte ein: Nachdem die 1921 geweihte Fahne starke VerschleiĂerscheinungen zeigt und eine Restaurierung nach EinschĂ€tzung von Fachleuten nicht mehr möglich ist, beschlieĂt die Vorstandschaft unter Michael Schmid, eine Neue anzuschaffen.
Den Auftrag erhĂ€lt die Fahnenstickerei Schmid in Bad Reichenhall. Die Kosten von 8.000 DM werden â wie 1921 â ausschlieĂlich von Mitgliedern und Gönnern des Vereins beglichen. Da auch die Gemeinde eine groĂzĂŒgige Spende ĂŒberreicht, bleibt sogar noch ein ansehnlicher Betrag zur Finanzierung des Festes ĂŒbrig. Das Festzelt wird von den SĂ€ngern im Hof des ehemaligen Hillebrand-Anwesens an der Aschheimer StraĂe aufgebaut. Es fasst 1.100 Personen, erweist sich aber als viel zu klein fĂŒr die gewaltigen Zuschauermassen beim âBunten Abendâ. Hier fĂŒhrt Michael Schmid gekonnt durch einen Melodienreigen der vergangenen neun Jahrzehnte, bestehend aus Volksliedern und Schlagern der jeweiligen Epochen. Wieder â wie vor zehn Jahren â spielt die schneidige Blaskapelle aus Ainet. Höhepunkt ist die âGâsangsprobâ am Donnerstagâ oder âMan möchtâs net fĂŒr möglich haltenâ. Die witzige Charakterisierung der einzelnen SĂ€nger stammt vom âKnaller Maxâ, der sie auch vortrĂ€gt.


Tags darauf, an einem strahlenden Sonntag, ist die eigentliche Fahnenweihe: Ein farbenprĂ€chtiges Bild bietet sich den Zuschauern, als die Fahnenjungfrauen Marion Fuchs, Christine Seidl, Margit Spitzweck und Ingrid Kraus die neue Fahne zur Weihe tragen. Die Fahnenmutter Rosi Kraus und die Festjungfrauen Christine Reisinger, Heidi Soller, Stefanie Tremmel und Margit Haller folgen mit den FahnenbĂ€ndern. Im Innenhof des Pfarrzentrums wird die Fahne im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes von Pfarrer Georg Zandl geweiht. Zur musikalischen Gestaltung tragen die SĂ€nger mit der Schubertmesse bei, auĂerdem die Blaskapelle aus Ainet und der Lichtenrader Chor aus Berlin, der auf einer Ausflugsreise in Ismaning weilt.
Zum Abschluss ĂŒbergeben die Fahnenmutter und die Festjungfrauen die FahnenbĂ€nder, wobei sie deren Bedeutung in Prologform aufzeigen. Stolz trĂ€gt beim anschlieĂenden Festzug, der von der Kapelle aus Ainet angefĂŒhrt wird, FĂ€hnrich Franz Landmann die neue Fahne durch das Dorf. Zusammen mit den 15 Gesang- und allen Ortsvereinen ergibt sich ein wunderschönes Bild, das bei den begeisterten Zuschauern einen bleibenden Eindruck hinterlĂ€sst.

1991
Auch das 95-jĂ€hrige VereinsjubilĂ€um wird gebĂŒhrend gefeiert. Im vollbesetzten BĂŒrgerhaus findet im November ein âBunter Abendâ statt. Dabei wird nach einer Idee von Michael Schmid ein SĂ€ngerausflug musikalisch nachgespielt, den Franz Risinger und Dieter Eschbaumer getextet und mit entsprechenden Einleitungen zu den einzelnen Reiseetappen versehen haben. Vom âDĂ€mpfer-Clanâ zum âSchmuse-Quartettâ, so lautet die Schlagzeile im Pressebericht (Eingeweihte wissen, wer damit gemeint ist).


1993
Chorleiter Ludwig Tremmel, der insgesamt zwanzig Jahre lang den Taktstock als Dirigent der Ismaninger SĂ€nger
geschwungen hat, tritt aus familiĂ€ren GrĂŒnden zurĂŒck. Er hatte es verstanden, Gesang und Geselligkeit zu vereinen. Gerne erinnern sich die SĂ€nger an Einladungen zu seinen Gartenfesten und an seine berĂŒhmten DirigentenausflĂŒge. Nicht umsonst wird er schon vor seinem letzten Arrangement zum Ehrendirigenten ernannt. Als Dank erhĂ€lt er von den SĂ€ngern eine geschnitzte Tafel, die ihn beim Klavierspiel darstellt.
1994
Friedemann Förster wird neuer Dirigent des MÀnnergesangvereins.

1996
Der MGV Ismaning feiert vom 14. bis 16. Juni sein 100-jĂ€hriges GrĂŒndungsfest unter Beteiligung zahlreicher Gesang- und Ortsvereine. Der Festplatz im Ismaninger Hain, Bilderbuchwetter und das gebotene Festprogramm lassen die dreitĂ€gige Hundertjahrfeier des MGV zu einem JubilĂ€um werden, an das sich die Ismaninger noch lange gerne zurĂŒckerinnern.
Den Festauftakt bildet am 14. Juni das SĂ€ngertreffen der Vereine des MĂŒnchner Nordostens mit einer musikalischen Reise durch die Welt des Musicals, des Spirituals, der Operette und des Schlagers. Neben den teilnehmenden Chören erweist sich das Sinfonische Blasorchester der Musikhochschule MĂŒnchen mit seinen 60 jungen Musikern als besonderer Glanzpunkt der Veranstaltung.
Am darauf folgenden Tag findet am Kriegerdenkmal zu Ehren der verstorbenen und gefallenen Mitglieder des MĂ€nnergesangvereins eine Totenehrung statt. Die Paradeaufstellung der Festkapelle und der SchĂŒtzenkompanie aus Ainet sowie der Ablauf der Ehrung, die ihren Höhepunkt in den Salutsalven der Tiroler SchĂŒtzen findet, hinterlassen bei allen Teilnehmern einen nachhaltigen Eindruck.
Der âBunte Abendâ im voll besetzten Festzelt im Ismaninger Hain erweist sich als der Höhepunkt des Samstags. Dieter Eschbaumer und Franz Risinger fĂŒhren in humorvoller Weise durch das abwechslungsreiche Programm. Beim âStöbernâ im alten Notenkasten der SĂ€nger entdecken die zwei so manches alte ErinnerungsstĂŒck und erwecken damit viele lĂ€ngst schlummernden Anekdoten aus den zurĂŒckliegenden 100 Jahren Vereinsgeschichte wieder neu zum Leben. 
Neben den Auftritten des Ismaninger MĂ€nnerchores erntet die âGâsangsprobâ von Bummelsdorfâ mit Soloeinlagen von Wolfram Machalitzky, Otto Engel, Sepp Schwarzmeier, Otto Stangl und Andi Hörl den besonderen Applaus des Publikums. Ein Schlagerpotpourri, vorgetragen von einer Gesangsgruppe aus dem Kreis der Ismaninger SĂ€nger unter der Leitung von Ehrendirigent Ludwig Tremmel, wird von Mitgliedern des Bauerntheaters passend in Szene gesetzt. Der âKnaller Maxâ mit seinem treffenden und brillanten Vortrag âDie Generalversammlungâ â oder âDa Miche machtâs scho wiederâ erweist sich einmal mehr als Meister der humorvollen Rede.
Der MGV Eitting und der MGV Eching als Patenvereine der Ismaninger SĂ€nger, Kurt und Martha Lukasser aus Ainet in Osttirol sowie die Festkapelle runden mit gekonnten Darbietungen in vortrefflicher Weise das Programm des Abends ab. 

35 teilnehmende Vereine, fĂŒnf Musikkapellen und zwei Pferdekutschen â besetzt mit Landrat Heiner Janik, BĂŒrgermeister Michael Sedlmair, Pfarrer Johannes Serz, ehemaligen VorstĂ€nden, dem Ehrendirigenten und langjĂ€hrigen Mitgliedern â bilden am Sonntag den 16. Juni einen prĂ€chtigen Festzug und ergeben eine Traumkulisse beim Festgottesdienst im Schlosspark. Die gesangliche Gestaltung der Hl. Messe ĂŒbernimmt der Polizeichor aus MĂŒnchen. Bei bester Bewirtung im Festzelt durch Festveranstalter Sepp Soller und die Wirtsfamilie Seidl von der âMĂŒhleâ sind immer wieder Gesangseinlagen der Gastchöre zu hören. Der Festakt findet mit der Verteilung der ErinnerungsbĂ€nder seinen offiziellen Abschluss.



Mit einer Tanzveranstaltung geht das von Vorstand Michael Schmid und seinen SĂ€ngern hervorragend organisierte und ausgerichtete 100-jĂ€hrige GrĂŒndungsfest der Ismaninger SĂ€nger zu Ende.
1997
Josef Zettl wird Vorstand des MĂ€nnergesangvereins. Er ĂŒbernimmt das Amt von Michael Schmid, der fast zwei Jahrzehnte hindurch mit Umsicht, Tatkraft und Traditionsbewusstsein die Geschicke des Vereins geleitet hat. Sein Wirken hat in hohem MaĂe zur Einbindung der SĂ€nger in das örtliche Vereinsgeschehen und zum Ansehen des Vereins in unserer Gemeinde beigetragen. Auf seine Initiative gehen viele Auftritte der SĂ€nger zurĂŒck, die â heute bereits zur festen Tradition geworden â aus dem Jahresablauf in unserer Gemeinde nicht mehr wegzudenken sind.
1998
Die alte Vereinssatzung aus dem Jahre 1919 wird den BedĂŒrfnissen und Anforderungen der heutigen Zeit angepasst. Mit der Annahme der neuen Satzung treten die nicht mehr zeitgemĂ€Ăen âSatzungen fĂŒr den Gesang-Verein Ismaningâ aus dem Jahre 1919 auĂer Kraft.
In Gera/ThĂŒringen wird dem MGV Ismaning, vertreten durch den 1. Vorstand Josef Zettl, wĂ€hrend eines Festaktes die âZelterplaketteâ durch BundesprĂ€sident Herzog verliehen. Carl-Friedrich Zelter war ein Berliner Komponist des 19. Jahrhunderts, der sich vor allem der Musik der MĂ€nnerchöre verschrieben hatte. Um diese höchste Auszeichnung fĂŒr Laienchöre zu erhalten, muss ein Gesangverein mindestens 100 Jahre aktiv tĂ€tig sein. Die âZelterplaketteâ wurde erstmals 1956 vom damaligen BundesprĂ€sidenten Theodor Heuss verliehen. WĂ€hrend des SĂ€ngertreffens der Vereine des MĂŒnchner Nordostens nehmen die SĂ€nger diese seltene WĂŒrdigung aus den HĂ€nden der bayerischen Kultusministerin Monika Hohlmeier entgegen.

1999
Michael Schmid wird aufgrund seiner groĂen Verdienste, die er sich um den Verein erworben hat, zum Ehrenvorstand ernannt. Zum Jahrtausendwechsel findet auf dem Ismaninger Kirchplatz unter Beteiligung zahlreicher Vereine, darunter auch des MGV Ismaning, eine groĂartige Silvesterfeier mit Feuerwerk statt.
2000
Erstmals in der Vereinsgeschichte ĂŒbernimmt eine Chorleiterin den Dirigentenstab. Frau Thea Stark dirigiert die SĂ€nger in den folgenden Jahren mit groĂem Erfolg.
2001
Am 27. Oktober feiert der MGV sein 105-jĂ€hriges VereinsjubilĂ€um im vollbesetzten BĂŒrgersaal. Hubert Zieglmeier fĂŒhrt souverĂ€n durch das Programm. âEin Lied geht um die Weltâ, so lautet das musikalische Motto des Abends. Zusammen mit ihrer Dirigentin Thea Stark unternehmen die SĂ€nger an diesem Abend eine musikalische Weltreise.

Neben alpenlĂ€ndischen Liedern sind bekannte OperettenklĂ€nge und klassische Wienerlieder zu hören. Mit den âCaprifischernâ, âSanta Luciaâ und dem âChiantiweinâ wird die Italiensehnsucht der Zuhörer geweckt. Ein musikalischer Sprung ĂŒber den âGroĂen Teichâ erfolgt mit den âAmerican Folksongsâ und einer Abfolge von âBlack Spiritualsâ, als Novum gesungen in englischer Sprache. Der Chor verabschiedet sich mit dem Lied vom âBajazzoâ und erntet dafĂŒr beigeisternden Applaus. Zum groĂen Erfolg des Abends tragen neben den Gastgebern die SĂ€ngerrunde aus Schwoich bei Kufstein, Martha und Kurt Lukasser aus Ainet in Osttirol und das Ismaninger Blasorchester bei.

Emil König, der von 1983 bis 1997 das Amt des 1. SchriftfĂŒhrers bekleidete und sich durch sein herausragendes Wirken zum Wohle des Vereins groĂe Verdienste erworben hat, wird zum EhrenschriftfĂŒhrer ernannt.
2003
Am 24. Mai feiert der MGV Eitting sein 90-jĂ€hriges GrĂŒndungsfest. Der MGV Ismaning beteiligt sich am Festabend seines Patenvereins mit mehreren LiedvortrĂ€gen.

Erstmals in der Vereinsgeschichte nimmt der Verein unter der musikalischen Leitung von Thea Stark in einem Unterföhringer Tonstudio eine CD auf. Eine bunte Mischung aus Volksliedern, Black Spirituals, Liebesliedern, Klassik- und Kirchenliedern ist auf dem produzierten TontrÀger zu finden.

Ehrendirigent Ludwig Tremmel verstirbt am 23. September plötzlich und unerwartet an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Der Ludwig war ĂŒber 20 Jahre lang Chorleiter des MGV und wurde im Oktober 1979 als Dank fĂŒr seine Verdienste zum Ehrendirigenten ernannt. Der MGV Ismaning umrahmt die Trauerfeier in Garching.
2005
Der MGV beteiligt sich mit dem Blasorchester Ismaning, dem Trachtenverein Stamm und der Musikschule an einem Benefiz-Konzert zu Gunsten der Tsunami-Flutopfer in SĂŒdostasien. Im gut besetzten BĂŒrgersaal wird den anwesenden GĂ€sten ein erstklassiges und abwechslungsreiches Programm geboten.

Die SĂ€nger des MGV kleiden sich anlĂ€sslich des bevorstehenden GrĂŒndungsfestes im Jahr 2006 bei der Firma Ganter in Ismaning ein. Bei Auftritten tragen die SĂ€nger von nun an einheitlich das neue maĂgeschneiderte Trachtensakko zu schwarzer Hose, weiĂem Hemd und Vereinskrawatte.
Als Patenverein nehmen die SÀnger am 100-jÀhrigen VereinsjubilÀum des MGV Aschheim teil. Erstmals kommt dabei das neue Trachten-Outfit zum Tragen.
Der MGV Ismaning gestaltet den Festgottesdienst im Aschheimer Feststadl mit der âDeutschen Messeâ von Michael Haydn und dem âVater Unserâ von G. Fischer. Das anspruchsvolle Programm bietet Darbietungen der MĂ€nnergesangvereine aus Aschheim, Ismaning, Heimstetten, Unterföhring, Oberföhring, Feldkirchen, Trudering und Berg am Laim. Aus Anlass des 100-jĂ€hrigen JubilĂ€ums wird auch dem MGV Aschheim die begehrte âZelter- Plaketteâ verliehen.
2006
Der MGV Ismaning feiert sein110-jĂ€hriges GrĂŒndungsfest am 17. und 18. Juni. Den Auftakt bilden am Samstag zwei Standkonzerte der Festkapelle
aus Ainet in Osttirol am Kirchplatz und im Schlosshof. 
Dem Empfang durch die Gemeinde folgt ein feierliches Totengedenken am Kriegerdenkmal, umrahmt
von den Tiroler Musikanten und den Ismaninger SĂ€ngern. Alle mitwirkenden Vereine und Gruppierungen haben sich an diesem Abend einiges vorgenommen. Davon zeugen die musikalische Auswahl und die zahlreichen Darbietungen des Festabends im mit 600 Zuhörern berstend vollen BĂŒrgersaal.
Mehr als 60 SĂ€nger bieten eine breite Liedpalette, von bayerisch-alpenlĂ€ndischen Liedern ĂŒber beliebte Operettenmelodien bis hin zu einer musikalischen Reise in das ferne Russland. Wolfram Machalitzky mit dem Vortrag âDie Beichteâ von Franz von SuppĂš und Werner Prinz mit dem âWolgaliedâ stellen ihr Können eindrucksvoll unter Beweis.
Das Lied âDie Legende von den 12 RĂ€ubernâ, in Szene gesetzt von den Ismaninger SĂ€ngern und dem stimmgewaltigen Bariton Otto Stangl, kann in besonderer Weise begeistern. Die SĂ€ngerrunde Schwoich besticht einmal mehr mit ihren frischen,gekonnt vorgetragenen BeitrĂ€gen.
Und auch der MĂ€nnerXsang aus Osttirol, eine Gesangsgruppe des Lienzer SĂ€ngerbundes und die Aineter Musikanten mit ihrer jungen Truppe haben musikalisch so einiges drauf. âDie Ismaninger SĂ€nger sind zu neuer Hochform aufgelaufenâ, so formuliert es der Erste BĂŒrgermeister der Gemeinde Ismaning Michael Sedlmair zum Abschluss des Festabends. Alle Mitwirkenden haben sich an diesem Abend von ihrer besten Seite gezeigt, die Zuhörer danken es ihnen mit begeisterndem Applaus. Die HĂ€user und Höfe des Dorfes sind festlich herausgeputzt und weiĂ-blau beflaggt, als der Ismaninger Traditionsverein am Sonntag sein JubilĂ€um feiert. Herrlicher Sonnenschein und 30 teilnehmende Ortsvereine und SĂ€ngervereinigungen, dazu drei Musikkapellen geben ein wĂŒrdiges Ambiente ab fĂŒr die Feier der Hl. Messe vor der herrlichen Kulisse des ehrwĂŒrdigen Schlossparks. Die musikalische Umrahmung der Schubert-Messe durch die Aineter Festkapelle und das Mitwirken der SĂ€nger aus Schwoich und Osttirol hinterlassen bei allen Teilnehmern einen nachhaltigen Eindruck. Das beeindruckende âVater Unserâ der Ismaninger SĂ€nger tut ein Ăbriges. Mit dabei bei der Messfeier die örtliche Politprominenz, verstĂ€rkt durch den Landtagsabgeordneten Ernst Weidenbusch und Landrat Heiner Janik. AngefĂŒhrt von der Festkapelle Ainet bewegt sich der Festzug durch die Ortsmitte. Musikalische KlĂ€nge, die man nicht jeden Tag in Ismaning zu hören bekommt, begeistern die zahlreichen Zuschauer â das ist gelebtes Brauchtum!

Aus der Festkutsche heraus winken den Ismaningern neben Landrat Heiner Janik BĂŒrgermeister Michael Sedlmair, Pfarrer Johannes Serz und eine sichtlich stolze Chorleiterin Thea Stark zu. Im durch die sommerlichen Temperaturen stark aufgeheizten BĂŒrgersaal ĂŒberreichen Vorstand Josef Zettl und sein Stellvertreter Franz Risinger im Rahmen des Festakts am Nachmittag die Ehrengaben.
Eine besondere Ehre wird dabei Franz Landmann fĂŒr seine 32-jĂ€hrige TĂ€tigkeit als FĂ€hnrich zuteil. Als Dank erhĂ€lt er von der VereinsfĂŒhrung eine gestickte Miniatur der Ismaninger SĂ€ngerfahne. Mit einigen letzten musikalischen
KlÀngen der Festkapelle aus Ainet geht das von Josef Zettl, Franz Risinger und den SÀngern perfekt organisierte JubilÀumsfest zu Ende.
2009
Michael Clemens Frey wird neuer Dirigent des MĂ€nnergesangvereins. Er löst Thea Stark ab, die in den zurĂŒckliegenden neun Jahren bei den SĂ€ngern den Taktstock geschwungen hat. Unter ihrer Leitung hat der Chor enorm an QualitĂ€t und neuem Liedgut gewonnen. Bald stellt sich heraus, dass die SĂ€nger mit dem âFrey-Michiâ einen wahren Könner am Dirigentenpult gewonnen haben. Die gewissenhafte und intensive Probenarbeit macht sich schon sehr bald bei den verschiedensten VortrĂ€gen und Auftritten bemerkbar.
Ismaning feiert sein 1200-jÀhriges Bestehen.
Höhepunkt ist der im Rahmen des Dorffestes stattfindende historische Festzug am Sonntag den 13. September. Die SĂ€nger sind entsprechend der Zeit um 1919 gekleidet und stellen auf ihrem Festwagen den Erwerb der Schlossanlage durch die Gemeinde Ismaning dar. Sie fĂŒhren dabei ein Modell des Ismaninger Schlosses mit, das von einigen kĂŒnstlerisch veranlagten SĂ€ngern nach OriginalplĂ€nen aus der Zeit um 1900 angefertigt worden war. Im selben Jahr 1919 ist durch die Vereinigung von âLiedertafelâ und âLiederkranzâ der âGesang-Verein Ismaningâ entstanden und es stellt somit auch fĂŒr die SĂ€nger einen wegweisenden Wendepunkt in der Vereinsgeschichte dar.

2010
Ziel des Vereinsausflugs ist die Elbmetropole und Kulturstadt Dresden in Sachsen. Als besonderes Erlebnis fĂŒr die SĂ€nger bleibt dabei das âVater Unserâ des Chors in der nach den Kriegszerstörungen wieder aufgebauten Frauenkirche in Erinnerung.

2011
BeifallsstĂŒrme erntet der MĂ€nnergesangverein Ismaning bei seinem Festabend anlĂ€sslich seines 115-jĂ€hrigen Bestehens am 29. Oktober im Ismaninger BĂŒrgersaal. Neben dem 62-köpfigen MĂ€nnerchor unter der Leitung von Michael Clemens Frey erfreuen die SĂ€ngerrunde Schwoich und das Ismaninger Blasorchester die Zuschauer im vollbesetzten Saal. Ehrenmitglied Franz Risinger und Chormitglied Franz Weisl fĂŒhren mittels einer spannenden BildprĂ€sentation durch die Vereinsgeschichte des MĂ€nnergesangvereins. Jede Menge Vereinsgeschehen und zahlreiche Anekdoten sind dabei in den humorvollen Dialogen der beiden Akteure verpackt. Mit mehreren Auftritten zeigen die beiden Gesangvereine ihr musikalisches Können.
Die Ismaninger bieten neben dem traditionellen alpenlĂ€ndischen Chorgesang Berliner Melodien aus den 20er Jahren, den âDonauwalzerâ und den âKriminaltangoâ. Auch die kleine Gruppe des MGV Ismaning erntet mit dem Spider Murphy Gang Klassiker âÂŽS LebÂŽn is wiar a Traumâ viel Applaus. Die Schwoicher SĂ€nger erobern sich mit ihrem witzigen und erfrischendem Programm einmal mehr die Herzen der Zuhörer im Sturm. Zum Abschluss singen beide Chöre gemeinsam das Lied âDank an die Freundeâ, die deutsche Fassung des bekannten Schottischen Volkslieds âAmazing Graceâ, dirigiert vom Ismaninger Chorleiter Michael Clemens Frey. Umrahmt wird die gesamte Veranstaltung durch das Ismaninger Blasorchester.
2015
Franz Weisl wird Vorstand des MĂ€nnergesangvereins. Er ĂŒbernimmt das Amt von Josef Zettl, der in den zurĂŒckliegenden 18 Jahren die Geschicke des Vereins sehr erfolgreich und zukunftsweisend geleitet hat. Fest eingebunden in das kulturelle und gesellige örtliche Vereinsleben, der Tradition verbunden, ohne dabei dem Modernen verschlossen zu sein, so lauteten die GrundsĂ€tze seiner erfolgreichen Vereinspolitik. Vom âMatrosengrabâ aus der GrĂŒnderzeit des Vereins ĂŒber das âHui aufâ und den 50er Jahre-Schlager âCapri-Fischerâ bis hin zu Hubert von Goisern mit seinem zeitgenössischen Hit âDu bist so weit, weit weg von mirâ, spannt sich heute das breit gefĂ€cherte Liedrepertoire der Ismaninger SĂ€nger. Die SĂ€nger ernennen Josef Zettl aufgrund seiner groĂen Verdienste, die er sich um den Verein erworben hat, zum Ehrenvorstand.
2016
Der MGV Ismaning feiert sein 120-jĂ€hriges GrĂŒndungsfest am 4. und 5. Juni unter Beteiligung zahlreicher Gesang- und Ortsvereine.
