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Geschichte

Aus den ersten 18 Jahren sind nur noch wenige schriftliche Unterlagen vorhanden. Diese Dokumente und die aus den schriftlichen Erinnerungen von Wilhelm Greinwald – dem langjährigen Schriftführer in den Gründungsjahren gewonnenen Erkenntnisse lassen dennoch glaubwürdig gesicherte Aussagen über die ersten Vereinsjahre zu.

Ortskern1896
Im Frühjahr dieses Jahres findet sich auf Anregung des Landwirts und Metzgermeisters Peter Soller eine kleine Gruppe sangesfreudiger Ismaninger zur Gründung eines Gesangvereins zusammen. Unterstützung findet der „Postfranz-Peter“ dabei durch den späteren Bürgermeister Andreas Schweiger, die drei Brüder Michael, Mathias und Josef Deimel, den Hochzeitslader Michael Öttl, den Harrerbauern Josef Schießl und den Kaufmann Alois Riedler. Nach einigem Hin und Her einigt man sich schließlich auf den Namen „Liedertafel Ismaning“.

Der erste Dirigent ist der Lehrer Georg Aubinger, der Vorgänger von Lehrer Stefan Britting, der mit seinem jungen Chor im Nebenzimmer der Postwirtschaft jede Woche seine Gesangprobe abhält, vom Gastwirt Georg Soller freundlich aufgenommen. Bald ist die Liedertafel in der Lage, den Kirchenchor zu unterstützen, Liederabende zu gestalten und Singspiele aufzuführen.

1903
Anlässlich der Grundsteinlegung für den Neubau der Pfarrkirche bringt die Liedertafel dem Erzbischof Freiherr von Stein am Vorabend ein Ständchen.

1904
Das musikalische Programm anlässlich der Einweihung der Kirche wird ebenfalls von den Sängern bestritten.

1905
Die „Statuten für die Liedertafel“ werden festgelegt. Sie dienen später als Grundlage für die 1919 erstellten „Satzungen für den Gesang-Verein Ismaning“. Von Anfang an hat die „Liedertafel Ismaning“ großen Zulauf. Eine aus dem Jahr 1906 vollständig erhaltene Mitgliederliste bezeugt, wie stark verwurzelt der noch junge Verein bereits in unserer Gemeinde ist.Pfarrkirche 1904 Der Pfarrer Gottfried Ziegler, der Bader Ludwig Weber und der Bader Jakob Mayerhofer, die Ismaninger Wirte Korbinian Schmidramsl, Anton Seidl, Georg Soller und Max Stumpf, der Kramer Leonhard Membarth, der Bäcker Johann Gradl, der Schreiner Johann Prohaska, der Zimmerer Melchior Abelshauser, Bürgermeister Georg Kraus, der Milchhändler Simon Kraus, der Gutsverwalter Wilhelm Greinwald, Franz Dasch, die Lehrer Johann Falter und Stefan Britting, der Inspektor Josef Rocke, der Tierarzt Anton Sepp, Dr. Ludwig Mayr, August Gräßmann, Vorstand Otto Kayser, der Schmid Nikolaus Kranz und der Sattler Max Widmann stehen auf der Vereinsliste. Weitere Vereinsmitglieder sind die Landwirte Max Kraus, Anton Obele, Benno Hartl, Josef Reisinger, Benno Liebl, Matthias Hagn, Kaspar Oberhauser, Michel Scharl und Johann Schießl, dazu Johann Oswald, Karl Reiner und Max Soller, Anton Soller jun., Georg Klopf und Otto Karpf.

1914
Im Mai kommt es – als Folge vereinsinterner Spannungen – zu einer Spaltung: Als Konkurrenz zur „Liedertafel“ entsteht der „Liederkranz“, der sein Vereinslokal beim Neuwirt (Besitzer Korbinian Schmidramsl) hat. Am 5. Juli stellt sich der neue Verein mit einem Sängerkommers der Ismaninger Öffentlichkeit vor, und zwar unter dem Wahlspruch: „Nur immer lustig und guter Ding’, das ist der Liederkranz Ismaning!“ Auch die Liedertafel Unterföhring und der Bäckergesangverein München nehmen an dieser Feier teil. Der im August des Jahres beginnende 1. Weltkrieg (1914/18) bringt die Tätigkeit beider Vereine vollständig zum Erliegen. Die letzte Aktivität ist im Dezember eine Wohltätigkeitsveranstaltung im Postsaal für das Rote Kreuz. Dem Zeitgeist entsprechend ist auch die Liederauswahl: „Wenn die Soldaten durch die Stadt marschieren…”, „Das Grab auf der Heide…“, „Zieh hinaus...“, „Des Seemanns Los…“ „Heldengesang aus Walhalla…“.

1918
Der grausame Krieg, in dem viele Vereinsmitglieder ihr Leben gelassen haben, ist zu Ende. Die Sangestätigkeit kann wieder neu aufleben: Die Weihnachts- und Begrüßungsfeier für die aus dem Felde heimgekehrten Mitglieder wird von beiden Vereinen festlich gestaltet. Folgende Lieder werden vorgetragen: „Im herrlich deutschen Eichenhain…“, „Wie’s daheim war…“, „Grüße an die Heimat…“, „Grüß mei liab’s Bayernland…“

1919
Ermutigt durch die friedlichen Kontakte beider Vereine versucht der Gutsverwalter Wilhelm Greinwald im Februar, die Ismaninger Sänger wieder zu vereinen, scheitert jedoch an der Frage des Vereinslokals, wie einem Brief von Korbinian Schmidramsl zu entnehmen ist. Im Juli des Jahres 1919 kommt es dennoch zur Vereinigung von „Liederkranz“ und „Liedertafel“ zum „Gesangverein Ismaning“, aus dem dann der Männergesangverein wird. Die in diesem Zusammenhang erstellte neue Satzung hat bis 1998 Gültigkeit. Der § 1 besagt: „Zweck des Vereins ist die Pflege des deutschen Männergesanges und der geselligen Unterhaltung, wobei Gespräche über Politik zu unterlassen sind.“ Die schwierige Frage des Vereinslokals ist auch entschieden: Der Gasthof „Zur Mühle“ bietet bis heute dem Verein eine ausgezeichnete Herberge. Obwohl Korbinian Schmidramsl, der Neuwirt, den „Liederkranz“ verloren hat, bleibt er Mitglied und wünscht dem neuen Verein, dass er blühen und gedeihen möge – ein Wunsch, der in Erfüllung geht. So wird im September 1919 der erste gemeinsame Sängerausflug nach Erding durchgeführt, und zwar mit vier Gespannen.

1920
Unter dem neuen Vorstand Josef Deller fährt der Verein im August nach Hohenschäftlarn zur Fahnenweihe des dortigen Gesangvereins. Zum Patenbitten wird diese Fahrt im Dezember wiederholt.

1921
Dieses Jahr bedeutet für den Gesangverein einen Höhepunkt seiner Geschichte, er feiert nämlich am 5. Juni sein 25-jähriges Gründungsfest mit der Weihe der neuen Vereinsfahne. Den Preis von 6.000 Inflationsmark haben die großzügigen Spender aus der Bevölkerung aufgebracht. Fahnenmutter ist Frau Katharina Seidl, die auch Herbergsmutter des Vereins ist, Fahnenbraut ist Maria Seidl vom Seidlmüller, und Fahnenjunker ist Sepp Hörl, der Baufestl Sepp. Es ist ein großartiges Fest, das mit dem Hohenschäftlarner Patenverein, den zahlreichen Brudervereinen und der 40 Mann starken Militärkapelle des Pionierbataillons München bei strahlendem Wetter gefeiert wird. Maßgeblichen Anteil am guten Gelingen hat der Vorstand Josef Deller und der unermüdliche Chorleiter August Augustin, der u.a. den „Festgruß“ von Schauseil einstudiert hat.

1922
Als gelungenes Fest geht auch die Fahnenweihe der Eittinger Sänger, bei der die Ismaninger die Patenschaft übernommen haben, in die Vereinsgeschichte ein. Die Wahl war auf Ismaning gefallen, weil im Umland von Eitting kein Gesangverein existierte.

1923
Der Verein schließt sich dem Isartal-Sängergau an und nimmt regelmäßig an den gemeinsamen Treffen teil, bei denen jedes mal ein SängerwPfundererettstreit ausgetragen wird. Der Frohsinn dieses Sängertreffens schlägt einmal in Todesangst um, als die Ismaninger bei einem schweren Sturm mit unheimlichem Wellengang von Tutzing aus den Starnberger See überqueren. Dies geschieht anlässlich der Teilnahme am Gausängertreffen in Münsing-Ammerland. In diesem Jahr schließen sich zehn aktive Sänger zu einer Stammtischgesellschaft zusammen,die sich die „Pfunderer“ nennen und von denen jeder seinen eigenen Spitznamen hat. Sie bilden eine besonders lustige und trinkfeste Gruppe gemäß ihrem Trinkspruch: „Pfundi gsuffa!” Über ihre ausgefallenen Späße wird in Ismaning noch lange gelacht.

1924
Der Chorleiter August Augustin, der mit seinem Können und seinem unermüdlichen Einsatz den Gesangverein auf ein beträchtliches Niveau gebracht hat, feiert seine Silberhochzeit. Die dankbaren Sänger bringen ihm ein Ständchen und schenken ihm ein nagelneues Fahrrad, um ihm die wöchentliche Fahrt von Milbertshofen zu erleichtern (Übernachten kann er meistens im „Expeditor-Hof“).

1925
Bei der Fahnenweihe des Aschheimer Gesangvereins übernimmt Ismaning die Patenschaft und rückt dabei mit mehreren Festwagen an: Neben den Sängern beteiligen sich auch die Veteranen, die Burschen und die beiden Ismaninger Schützenvereine am Festzug.

1927
Das 30-jährige Gründungsfest wird aus unbekannten Gründen verspätet, aber dann umso festlicher gefeiert.30Jahre Schon am Vorabend des 27. Juli werden die Gründungsmitglieder in einem Festkommers geehrt. Tags darauf zieht – von einer großen Zuschauerkulisse gesäumt – der Festzug mit drei Musikkapellen durch das Dorf. Stolz wird dabei auch die 1921 geweihte Vereinsfahne präsentiert, wie das Gruppenbild aus dem Schlosspark beweist.

1931
Peter Sigl löst Josef Deller als 1. Vorstand ab. Es beginnt eine äußerst
aktive Vereinstätigkeit.

1933
Hans Soller wird nun 1. Vorstand, nachdem er schon seit 1924 als 2. Vorstand fungiert hat. Er führt mit viel Schwung die umfangreichen Aktivitäten weiter, bis äußere Umstände das Vereinsleben zum Erliegen bringen: Berühmt werden die „Bunten Abende“, die jedes Jahr abwechselnd im Post- und Neuwirtssaal veranstaltet werden, dazu das „Werbesingen“ an öffentlichen Plätzen und die vielen Geburtstags- und Jubiläumsständchen. Neben den regelmäßigen Sängertreffen kommt es sogar innerhalb der örtlichen Sängerschar zu einem richtigen Preissingen. Mit Stolz verweist der langjährige Chronist Michael Brandmeir (1931 bis 1962) auf das reiche kulturelle Leben des Vereins.

1938/39
Durch die vielen Einberufungen von aktiven Sängern zum Arbeitsdienst und zur Wehrmacht wird das Vereinsleben immer ruhiger. Es ist kaum mehr möglich, Sängerabende durchzuführen. Seit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges im September 1939 treffen sich die Sänger fast nur noch zu traurigen Anlässen, wie die Heldenehrung gefallener Mitglieder.

1941
Die letzte Versammlung während des Krieges wird am 5. Januar des Jahres protokolliert: Hans Schießl löst dabei Hans Soller als 1. Vorstand ab. Das Vereinsleben kommt völlig zum Erliegen.

1948
„Vom Alpenland durchs Isartal, das deutsche Lied tönt überall!“ Mit diesem Sängerspruch als Einleitung berichtet der Schriftführer Michael Brandmeir von der Auferstehung des Männergesangvereins, nachdem Sepp Deller am 10. Oktober die alten und jungen Sänger zu einer Versammlung zusammengerufen hat. Dabei wird er zum 1. Vorstand gewählt, und Herr Augustin übernimmt wieder die Chorleitung. Langsam füllt sich auch durch spendenfreudige Mitglieder die leere Vereinskasse. Zur großen Freude der Ismaninger ertönen zu Allerheiligen die altbekannten Lieder des MGV auf dem Friedhof. Die Weihnachtsfeier am Stephanietag zeugt von einem starken Zusammengehörigkeitsgefühl: So wird u.a. bei der Christbaumversteigerung der Gipfel 30mal gesteigert, der FC Ismaning spendet 200 DM und Anton Schulz stiftet sogar ein lebendiges Ferkel als Glücksschwein, das ebenfalls versteigert wird.

1949
Die vergangenen entbehrungsreichen Jahre und auch die sanierte Finanzlage des Vereins lassen die Freude am Feiern wieder zurückkehren: Der Verein nimmt am 25-jährigen Gründungsfest des MGV Oberföhring teil und gestaltet die Primizfeiern von Michael Deimel und Engelbert Grau mit seinen schönen Weisen.

1950
Auf Initiative von Hans Soller wird das „Sängertreffen der Vereine des Münchener Nordostens“ ins Leben gerufen. Am 4. Juni 50Jahrefindet das erste Treffen statt, und zwar im Garten des Gasthofes „Lechner“ in Unterföhring. Eingeladen hat der dortige MGV. Neben den Ismaningern wirken auch die Männerchöre aus Aschheim, Denning-Englschalking, Oberföhring und Garching mit. Durch das Programm führt der bayerische Dichter Michl Ehbauer; der Roider Jackl, der berühmte G’stanzlsänger, tritt als Solist auf. (An den späteren Sängertreffen beteiligen sich der MGV aus Denning-Englschalking und aus Garching nicht mehr, dafür kommen die Vereine aus Feldkirchen, Trudering, Berg am Laim und Heimstetten neu hinzu).

1951
Am 3. Januar wird Hans Soller erneut zum 1. Vorstand gewählt. Er führt den Verein unter großem Einsatz weitere zehn Jahre.

1956
Am 15. Juli wird das 60-jährige Gründungsfest gefeiert, das als einer der Höhepunkte in die Vereinsgeschichte eingeht: Neunzehn Gesangvereine, zwei Musikkapellen, die vielen hübschen Festjungfrauen und die bespannten Wagen mit den Ehrengästen bilden den Festzug, der sich durch das fahnengeschmückte Dorf zum Festplatz im Hain zieht. Leider wird der Wunsch der Sänger, den Festgottesdienst im Schlosspark abzuhalten, vom Herrn Pfarrer nicht erfüllt.

1957
Der allgemeine Sängerbund lädt am 30. März in das Deutsche Museum zu einem Sängertag ein, an dem die Ismaninger teilnehmen. Mit dem Volkslied „Bettelmann’s Hochzeit“, unter der Leitung von Hartmut Keil, ist der MGV Ismaning sogar im Rundfunk zu hören. Am 9. November des Jahres nimmt der MGV mit dem „Schottischen Bardenchor“ Abschied von seinem früheren, allseits beliebten Chormeister August Augustin, der den Chor von 1921 bis 1951 betreut hat.

1959
Hans Jörg Scherr wird Chorleiter. Er erweist sich als ein herausragender Könner seines Faches. ScherrerIn Folge begeistert der MGV bei zahlreichen Auftritten sein Publikum. Nicht zuletzt ist dies auch auf eine große Anzahl hervorragender Sänger in allen vier Stimmen zurückzuführen. Der beliebte Dirigent bleibt dem Verein nicht lange erhalten. Nach nur eineinhalb Jahren muß er aus beruflichen Gründen den Taktstock wieder niederlegen.

1960
Vorstand Hans Soller stellt sich nicht mehr zur Wiederwahl. Auch eine Laudatio über seine erfolgreiche Vereinsführung kann ihn nicht umstimmen. Nachfolger wird Michael Brandmeir jun.

1961
Das 25-jährige Priesterjubiläum von Pfarrer Bengl wird vom MGV mitgestaltet.

1966
70JahreUnter Vorstand Heinrich Berg begeht der MGV sein 70-jähriges Gründungsjubiläum. Im Rahmen eines „Bunten Abends“ wird dieses Jubiläum am 11. Dezember im Postsaal begangen.Wolfram Machalitzky glänzt mit der „Beichte“ von Franz von Suppé und dem Altmünchner Couplet: „I bin der Stolz von der Au…”. Die beiden Einakte  „Warum? Darum!“ und die „Feuerwehrübung von Dimpfelhausen“ tragen ebenso zur Belustigung bei wie Richard Wanzinger, der mit Witz und Humor durch das Programm führt.


1971

Der MGV schließt sich einem weiteren sog. „Sängertreffen” an, das zu einer festen Einrichtung wird und jedes Jahr am Freitag oder NeuhauserSamstag vor dem Palmsonntag stattfindet. Die Vereine des Münchner Nordens aus Bruckberg, Eching, Marzling, Landshut-Achdorf und seit 1992 auch aus Unterföhring, sind hier beteiligt.

Albert Neuhauser (links) dirigiert in den folgenden drei Jahren den Chor.
Freising, das lange Jahre an den Treffen teilgenommen hat, muss 1993 aussteigen, da mit den wenigen noch aktiven Sängern keine regelmäßigen Probenabende mehr abgehalten werden können.
Später nehmen auch der MGV Eching (ab 2003) und der MGV Unterföhring (ab 2004) nicht mehr am jährlich stattfindenden „Palmsamstagsingen“ teil. An ihre Stelle treten ab 2005 die Männerchöre aus Altdorf und Ergolding.

1975
Julius Kardinal Döpfner vollzieht die Einweihung der neuen Pfarrkirche und des Pfarrzentrums. Er wird von den Sängern mit dem Lied „Das ist der Tag des Herrn“ begrüßt und nach der Feier mit dem Beethoven-Chor „Die Himmel rühmen“ verabschiedet.

1976
Unter Vorstand Ludwig Soller feiert der Verein am 26. und 27. Juni sein 80-jähriges Gründungsjubiläum.
Einen besonderen Glanz bekommt dieses Fest durch die Blaskapelle aus Ainet in Osttirol. Ein aktiver Sänger, Franz Gliber, gebürtiger Aineter, hat dieses Arrangement vermittelt, aus dem sich in der Folgezeit eine erfreuliche Sängerfreundschaft entwickelt.
BrennereihalleBrennereihalle2Ein Standkonzert mit flotten Märschen und Liedern – im Innenhof des Pfarrzentrums von der Blaskapelle gestaltet – begeistert Hunderte von Zuschauern. Anschließend marschieren die aktiven Sänger mit den Musikern zur Brennereihalle, wo ein „Bunter Abend“ stattfindet. Mehrere Lieder, der von Mitgliedern des Bauerntheaters aufgeführte Einakter sowie die flotte Musik der Festkapelle finden erneut den Beifall des Publikums in der vollbesetzten Halle.
Tags darauf gestaltet der MGV zusammen mit den Chören aus Eching und Lohhof, unterstützt von der Tiroler Blasmusik, einen eindrucksvollen Festgottesdienst im Schlosspark. Anschließend bewegt sich der Zug mit seinen sechzehn Vereinsfahnen und den zwei Musikkapellen bei strahlendem Wetter durch das geschmückte Dorf, bis er sich im schattigen Biergarten der Mühle auflöst.

1978
Der langjährige Chorleiter Ludwig Tremmel gibt wegen seiner anderweitigen Verpflichtungenden Taktstock ab. Rudolf Pollmann übernimmt den Chor.

1979
Michael Schmid wird zum 1. Vorstand gewählt. Am 22. Juli gratuliert der MGV dem MGV Unterföhring zum 60-jährigen Bestehen, wobei er auch musikalische Grüße überbringt. Spiegelbild der Festtagsfreude ist nicht zuletzt der Hinweis des Chronisten Andreas Schweiger, dem Schankkellner sei am Nachmittag das Bier ausgegangen.
Der 2. Vorstand Josef Rottmaier nimmt die Anregung des früheren Vorstandes Hans Soller auf und setzt durch, dass von nun an der Verein bei Auftritten einheitlich gekleidet ist, und zwar mit schwarzer Hose, weißem Hemd und Krawatte.
Am 10. November lädt der Sängerkreis Lohhof zum „Johann Pöschl-Gedächtnissingen” ein. Insgesamt treten sieben Vereine in einen Sängerwettstreit. Als der MGV Ismaning von der Jury auf Platz sechs gesetzt wird, fühlt er sich benachteiligt und nimmt an diesem Treffen nie mehr teil.

1980
Unter Beteiligung aller Ortsvereine findet auf Initiative von Josef Rottmaier das 1. Ismaninger Starkbierfest mit Steinheben im Postsaal statt. Zur Unterhaltung spielt die Herrschinger Blasmusik unter der Leitung des unvergessenen Alois Eisenreich. Der Postsaal, der kurz vor der Schließung steht, ist viel zu klein, um allen Besuchern Platz zu bieten. Diese Veranstaltung ist mit ein Grund, den Postsaal noch bis zur Eröffnung des neuen Ismaninger Bürgersaals den Vereinen zur Verfügung zu stellen.
Im Oktober wird die neue große Orgel in der Pfarrkirche eingeweiht. Beim Sonntagsgottesdienst am 26. Oktober singt der MGV die „Deutsche Messe“ von Michael Haydn und wird dabei von Herrn Neithart-Bethke, einem großen Kirchenmusiker, auf der Orgel begleitet.

1981
Zum 85-jährigen Gründungsfest wird im Postsaal ein „Bunter Abend“ veranstaltet, zu dem Bürgermeister Zeitler und der stellvertretende Landrat Josef Schmuck erscheinen. Neben anderen Werken wird die „Europareise“ aufgeführt. Ein hervorragender Auftritt der Sänger unter der Leitung von Dirigent Rudolf Pollmann, der von 1978 bis 1988 als Chorleiter im Verein tätig ist.
85Jahre185Jahre2 Pohlmann
85Jahre3

1982
Das Ismaninger Bürgerhaus wird am 27. November eingeweiht und steht den Vereinen künftig für Veranstaltungen zur Verfügung. Sie beteiligen sich auch vollständig und aktiv an der Einweihungsfeier. Der MGV singt dabei die beiden Lieder „Die Post im Walde” und „La Pastorella”.

1983
Im Rahmen seines 60-jährigen Gründungsfestes lässt der MGV Harmonie Eching seine neue Standarte weihen. Die Ismaninger Sänger übernehmen die Patenschaft und gratulieren mit den Liedern „Zu Rüdesheim in der Drosselgass’“ und „La Pastorella“. Auch bei der Gestaltung des Festgottesdienstes beteiligen sie sich gemeinsam mit den Chorgruppen des Münchner Nordens, die im sog. „Palmsamstagsingen“ zusammengeschlossen sind. Ludwig Tremmel ist zu diesem Zeitpunkt Dirigent des MGV Eching.

1985
Hans SollerDer MGV nimmt Abschied von seinem Ehrenvorstand Hans Soller, dem der Verein sehr viel zu verdanken hat.
Als 1. Vorstand von 1933 bis 1941 sowie von 1951 bis 1960 hat er den Verein entscheidend geprägt. Die dankbaren Sänger gestalten den Seelengottesdienst mit der Haydnmesse und verabschieden sich am Grab mit zwei Liedern: „Stumm schläft der Sänger“ und „S’is Feierabend“.

1986
90Jahre1Als großes Fest geht das 90-jährige Gründungsjubiläum am 14. und 15. Juni in die Vereinsgeschichte ein: Nachdem die 1921 geweihte Fahne starke Verschleißerscheinungen zeigt und eine Restaurierung nach Einschätzung von Fachleuten nicht mehr möglich ist, beschließt die Vorstandschaft unter Michael Schmid, eine Neue anzuschaffen.
Den Auftrag erhält die Fahnenstickerei Schmid in Bad Reichenhall. Die Kosten von 8.000 DM werden – wie 1921 – ausschließlich von Mitgliedern und Gönnern des Vereins beglichen. Da auch die Gemeinde eine großzügige Spende überreicht, bleibt sogar noch ein ansehnlicher Betrag zur Finanzierung des Festes übrig. Das Festzelt wird von den Sängern im Hof des ehemaligen Hillebrand-Anwesens an der Aschheimer Straße aufgebaut. Es fasst 1.100 Personen, erweist sich aber als viel zu klein für die gewaltigen Zuschauermassen beim „Bunten Abend“. Hier führt Michael Schmid gekonnt durch einen Melodienreigen der vergangenen neun Jahrzehnte, bestehend aus Volksliedern und Schlagern der jeweiligen Epochen. Wieder – wie vor zehn Jahren – spielt die schneidige Blaskapelle aus Ainet. Höhepunkt ist die „G’sangsprob’ am Donnerstag“ oder „Man möcht’s net für möglich halten“. Die witzige Charakterisierung der einzelnen Sänger stammt vom „Knaller Max“, der sie auch vorträgt.

90Jahre Schwoich90Jahre Ainet90Jahre KirchenzugTags darauf, an einem strahlenden Sonntag, ist die eigentliche Fahnenweihe: Ein farbenprächtiges Bild bietet sich den Zuschauern, als die Fahnenjungfrauen Marion Fuchs, Christine Seidl, Margit Spitzweck und Ingrid Kraus die neue Fahne zur Weihe tragen. Die Fahnenmutter Rosi Kraus und die Festjungfrauen Christine Reisinger, Heidi Soller, Stefanie Tremmel und Margit Haller folgen mit den Fahnenbändern. Im Innenhof des Pfarrzentrums wird die Fahne im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes von Pfarrer Georg Zandl geweiht. Zur musikalischen Gestaltung tragen die Sänger mit der Schubertmesse bei, außerdem die Blaskapelle aus Ainet und der Lichtenrader Chor aus Berlin, der auf einer Ausflugsreise in Ismaning weilt.90Jahre Fahnenweihe

Zum Abschluss übergeben die Fahnenmutter und die Festjungfrauen die Fahnenbänder, wobei sie deren Bedeutung in Prologform aufzeigen. Stolz trägt beim anschließenden Festzug, der von der Kapelle aus Ainet angeführt wird, Fähnrich Franz Landmann die neue Fahne durch das Dorf. Zusammen mit den 15 Gesang- und allen Ortsvereinen ergibt sich ein wunderschönes Bild, das bei den begeisterten Zuschauern einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

90Jahre Gottesdienst

1991
Auch das 95-jährige Vereinsjubiläum wird gebührend gefeiert. Im vollbesetzten Bürgerhaus findet im November ein „Bunter Abend“ statt. Dabei wird nach einer Idee von Michael Schmid ein Sängerausflug musikalisch nachgespielt, den Franz Risinger und Dieter Eschbaumer getextet und mit entsprechenden Einleitungen zu den einzelnen Reiseetappen versehen haben. Vom „Dämpfer-Clan” zum „Schmuse-Quartett”, so lautet die Schlagzeile im Pressebericht (Eingeweihte wissen, wer damit gemeint ist).
95Jahre Weinprobe95Jahre Machalitzky

1993
Chorleiter Ludwig Tremmel, der insgesamt zwanzig Jahre lang den Taktstock als Dirigent der Ismaninger Sänger
geschwungen hat, tritt aus familiären Gründen zurück. Er hatte es verstanden, Gesang und Geselligkeit zu vereinen. Gerne erinnern sich die Sänger an Einladungen zu seinen Gartenfesten und an seine berühmten Dirigentenausflüge. Nicht umsonst wird er schon vor seinem letzten Arrangement zum Ehrendirigenten ernannt. Als Dank erhält er von den Sängern eine geschnitzte Tafel, die ihn beim Klavierspiel darstellt.

1994
Friedemann Förster wird neuer Dirigent des Männergesangvereins.
Friedemann

1996
Der MGV Ismaning feiert vom 14. bis 16. Juni sein 100-jähriges Gründungsfest unter Beteiligung zahlreicher Gesang- und Ortsvereine. Der Festplatz im Ismaninger Hain, Bilderbuchwetter und das gebotene Festprogramm lassen die dreitägige Hundertjahrfeier des MGV zu einem Jubiläum werden, an das sich die Ismaninger noch lange gerne zurückerinnern.

100Jahre1Den Festauftakt bildet am 14. Juni das Sängertreffen der Vereine des Münchner Nordostens mit einer musikalischen Reise durch die Welt des Musicals, des Spirituals, der Operette und des Schlagers. Neben den teilnehmenden Chören erweist sich das Sinfonische Blasorchester der Musikhochschule München mit seinen 60 jungen Musikern als besonderer Glanzpunkt der Veranstaltung.


100Jahre2Am darauf folgenden Tag findet am Kriegerdenkmal zu Ehren der verstorbenen und gefallenen Mitglieder des Männergesangvereins eine Totenehrung statt. Die Paradeaufstellung der Festkapelle und der Schützenkompanie aus Ainet sowie der Ablauf der Ehrung, die ihren Höhepunkt in den Salutsalven der Tiroler Schützen findet, hinterlassen bei allen Teilnehmern einen nachhaltigen Eindruck.

 

Der „Bunte Abend“ im voll besetzten Festzelt im Ismaninger Hain erweist sich als der Höhepunkt des Samstags. Dieter Eschbaumer und Franz Risinger führen in humorvoller Weise durch das abwechslungsreiche Programm. Beim „Stöbern“ im alten Notenkasten der Sänger entdecken die zwei so manches alte Erinnerungsstück und erwecken damit viele längst schlummernden Anekdoten aus den zurückliegenden 100 Jahren Vereinsgeschichte wieder neu zum Leben. 100Jahre Gsangprobe100Jahre PotpourriNeben den Auftritten des Ismaninger Männerchores erntet die „G’sangsprob’ von Bummelsdorf“ mit Soloeinlagen von Wolfram Machalitzky, Otto Engel, Sepp Schwarzmeier, Otto Stangl und Andi Hörl den besonderen Applaus des Publikums. Ein Schlagerpotpourri, vorgetragen von einer Gesangsgruppe aus dem Kreis der Ismaninger Sänger unter der Leitung von Ehrendirigent Ludwig Tremmel, wird von Mitgliedern des Bauerntheaters passend in Szene gesetzt. Der „Knaller Max“ mit seinem treffenden und brillanten Vortrag „Die Generalversammlung“ – oder „Da Miche macht’s scho wieder“ erweist sich einmal mehr als Meister der humorvollen Rede.
Der MGV Eitting und der MGV Eching als Patenvereine der Ismaninger Sänger, Kurt und Martha Lukasser aus Ainet in Osttirol sowie die Festkapelle runden mit gekonnten Darbietungen in vortrefflicher Weise das Programm des Abends ab. 100Jahre Lukasser100Jahre Ainet
35 teilnehmende Vereine, fünf Musikkapellen und zwei Pferdekutschen – besetzt mit Landrat Heiner Janik, Bürgermeister Michael Sedlmair, Pfarrer Johannes Serz, ehemaligen Vorständen, dem Ehrendirigenten und langjährigen Mitgliedern – bilden am Sonntag den 16. Juni einen prächtigen Festzug und ergeben eine Traumkulisse beim Festgottesdienst im Schlosspark. Die gesangliche Gestaltung der Hl. Messe übernimmt der Polizeichor aus München. Bei bester Bewirtung im Festzelt durch Festveranstalter Sepp Soller und die Wirtsfamilie Seidl von der „Mühle“ sind immer wieder Gesangseinlagen der Gastchöre zu hören. Der Festakt findet mit der Verteilung der Erinnerungsbänder seinen offiziellen Abschluss.
100Jahre Ehrenmitglieder100Jahre Fahnenweihe100Jahre Festgottesdienst

Mit einer Tanzveranstaltung geht das von Vorstand Michael Schmid und seinen Sängern hervorragend organisierte und ausgerichtete 100-jährige Gründungsfest der Ismaninger Sänger zu Ende.

1997
Josef Zettl wird Vorstand des Männergesangvereins. Er übernimmt das Amt von Michael Schmid, der fast zwei Jahrzehnte hindurch mit Umsicht, Tatkraft und Traditionsbewusstsein die Geschicke des Vereins geleitet hat. Sein Wirken hat in hohem Maße zur Einbindung der Sänger in das örtliche Vereinsgeschehen und zum Ansehen des Vereins in unserer Gemeinde beigetragen. Auf seine Initiative gehen viele Auftritte der Sänger zurück, die – heute bereits zur festen Tradition geworden – aus dem Jahresablauf in unserer Gemeinde nicht mehr wegzudenken sind.

1998
Die alte Vereinssatzung aus dem Jahre 1919 wird den Bedürfnissen und Anforderungen der heutigen Zeit angepasst. Mit der Annahme der neuen Satzung treten die nicht mehr zeitgemäßen „Satzungen für den Gesang-Verein Ismaning“ aus dem Jahre 1919 außer Kraft.

ZelterplaketteIn Gera/Thüringen wird dem MGV Ismaning, vertreten durch den 1. Vorstand Josef Zettl, während eines Festaktes die „Zelterplakette“ durch Bundespräsident Herzog verliehen. Carl-Friedrich Zelter war ein Berliner Komponist des 19. Jahrhunderts, der sich vor allem der Musik der Männerchöre verschrieben hatte. Um diese höchste Auszeichnung für Laienchöre zu erhalten, muss ein Gesangverein mindestens 100 Jahre aktiv tätig sein. Die „Zelterplakette“ wurde erstmals 1956 vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss verliehen. Während des Sängertreffens der Vereine des Münchner Nordostens nehmen die Sänger diese seltene Würdigung aus den Händen der bayerischen Kultusministerin Monika Hohlmeier entgegen.

Zelterplakette2

1999
Michael Schmid wird aufgrund seiner großen Verdienste, die er sich um den Verein erworben hat, zum Ehrenvorstand ernannt. Zum Jahrtausendwechsel findet auf dem Ismaninger Kirchplatz unter Beteiligung zahlreicher Vereine, darunter auch des MGV Ismaning, eine großartige Silvesterfeier mit Feuerwerk statt.

2000
Erstmals in der Vereinsgeschichte übernimmt eine Chorleiterin den Dirigentenstab. Frau Thea Stark dirigiert die Sänger in den folgenden Jahren mit großem Erfolg.

2001
Am 27. Oktober feiert der MGV sein 105-jähriges Vereinsjubiläum im vollbesetzten Bürgersaal. Hubert Zieglmeier führt souverän durch das Programm. „Ein Lied geht um die Welt“, so lautet das musikalische Motto des Abends. Zusammen mit ihrer Dirigentin Thea Stark unternehmen die Sänger an diesem Abend eine musikalische Weltreise.

105Jahre

Neben alpenländischen Liedern sind bekannte Operettenklänge und klassische Wienerlieder zu hören. Mit den „Caprifischern“, „Santa Lucia“ und dem „Chiantiwein“ wird die Italiensehnsucht der Zuhörer geweckt. Ein musikalischer Sprung über den „Großen Teich“ erfolgt mit den „American Folksongs“ und einer Abfolge von „Black Spirituals“, als Novum gesungen in englischer Sprache. Der Chor verabschiedet sich mit dem Lied vom „Bajazzo“ und erntet dafür beigeisternden Applaus. Zum großen Erfolg des Abends tragen neben den Gastgebern die Sängerrunde aus Schwoich bei Kufstein, Martha und Kurt Lukasser aus Ainet in Osttirol und das Ismaninger Blasorchester bei.

105Jahre3

Emil König, der von 1983 bis 1997 das Amt des 1. Schriftführers bekleidete und sich durch sein herausragendes Wirken zum Wohle des Vereins große Verdienste erworben hat, wird zum Ehrenschriftführer ernannt.

2003
Am 24. Mai feiert der MGV Eitting sein 90-jähriges Gründungsfest. Der MGV Ismaning beteiligt sich am Festabend seines Patenvereins mit mehreren Liedvorträgen.

CD

 

Erstmals in der Vereinsgeschichte nimmt der Verein unter der musikalischen Leitung von Thea Stark in einem Unterföhringer Tonstudio eine CD auf. Eine bunte Mischung aus Volksliedern, Black Spirituals, Liebesliedern, Klassik- und Kirchenliedern ist auf dem produzierten Tonträger zu finden.

Tremmel

Ehrendirigent Ludwig Tremmel verstirbt am 23. September plötzlich und unerwartet an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Der Ludwig war über 20 Jahre lang Chorleiter des MGV und wurde im Oktober 1979 als Dank für seine Verdienste zum Ehrendirigenten ernannt. Der MGV Ismaning umrahmt die Trauerfeier in Garching.

2005
Der MGV beteiligt sich mit dem Blasorchester Ismaning, dem Trachtenverein Stamm und der Musikschule an einem Benefiz-Konzert zu Gunsten der Tsunami-Flutopfer in Südostasien. Im gut besetzten Bürgersaal wird den anwesenden Gästen ein erstklassiges und abwechslungsreiches Programm geboten.

2005
Die Sänger des MGV kleiden sich anlässlich des bevorstehenden Gründungsfestes im Jahr 2006 bei der Firma Ganter in Ismaning ein. Bei Auftritten tragen die Sänger von nun an einheitlich das neue maßgeschneiderte Trachtensakko zu schwarzer Hose, weißem Hemd und Vereinskrawatte.

Als Patenverein nehmen die Sänger am 100-jährigen Vereinsjubiläum des MGV Aschheim teil. Erstmals kommt dabei das neue Trachten-Outfit zum Tragen.

Der MGV Ismaning gestaltet den Festgottesdienst im Aschheimer Feststadl mit der „Deutschen Messe“ von Michael Haydn und dem „Vater Unser“ von G. Fischer. Das anspruchsvolle Programm bietet Darbietungen der Männergesangvereine aus Aschheim, Ismaning, Heimstetten, Unterföhring, Oberföhring, Feldkirchen, Trudering und Berg am Laim. Aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums wird auch dem MGV Aschheim die begehrte „Zelter- Plakette“ verliehen.

2006
Der MGV Ismaning feiert sein110-jähriges Gründungsfest am 17. und 18. Juni. Den Auftakt bilden am Samstag zwei Standkonzerte der Festkapelle
aus Ainet in Osttirol am Kirchplatz und im Schlosshof. 110Jahre1

110Jahre2Dem Empfang durch die Gemeinde folgt ein feierliches Totengedenken am Kriegerdenkmal, umrahmt
von den Tiroler Musikanten und den Ismaninger Sängern. Alle mitwirkenden Vereine und Gruppierungen haben sich an diesem Abend einiges vorgenommen. Davon zeugen die musikalische Auswahl und die zahlreichen Darbietungen des Festabends im mit 600 Zuhörern berstend vollen Bürgersaal.

110Jahre3Mehr als 60 Sänger bieten eine breite Liedpalette, von bayerisch-alpenländischen Liedern über beliebte Operettenmelodien bis hin zu einer musikalischen Reise in das ferne Russland. Wolfram Machalitzky mit dem Vortrag „Die Beichte“ von Franz von Suppè und Werner Prinz mit dem „Wolgalied“ stellen ihr Können eindrucksvoll unter Beweis. 110Jahre4Das Lied „Die Legende von den 12 Räubern“, in Szene gesetzt von den Ismaninger Sängern und dem stimmgewaltigen Bariton Otto Stangl, kann in besonderer Weise begeistern. Die Sängerrunde Schwoich besticht einmal mehr mit ihren frischen,gekonnt vorgetragenen Beiträgen.
Und auch der MännerXsang aus Osttirol, eine Gesangsgruppe des Lienzer Sängerbundes und die Aineter Musikanten mit ihrer jungen Truppe haben musikalisch so einiges drauf. „Die Ismaninger Sänger sind zu neuer Hochform aufgelaufen“, so formuliert es der Erste Bürgermeister der Gemeinde Ismaning Michael Sedlmair zum Abschluss des Festabends. Alle Mitwirkenden haben sich an diesem Abend von ihrer besten Seite gezeigt, die Zuhörer danken es ihnen mit begeisterndem Applaus. Die Häuser und Höfe des Dorfes sind festlich herausgeputzt und weiß-blau beflaggt, als der Ismaninger Traditionsverein am Sonntag sein Jubiläum feiert. Herrlicher Sonnenschein und 30 teilnehmende Ortsvereine und Sängervereinigungen, dazu drei Musikkapellen geben ein würdiges Ambiente ab für die Feier der Hl. Messe vor der herrlichen Kulisse des ehrwürdigen Schlossparks. Die musikalische Umrahmung der Schubert-Messe durch die Aineter Festkapelle und das Mitwirken der Sänger aus Schwoich und Osttirol hinterlassen bei allen Teilnehmern einen nachhaltigen Eindruck. Das beeindruckende „Vater Unser“ der Ismaninger Sänger tut ein Übriges. Mit dabei bei der Messfeier die örtliche Politprominenz, verstärkt durch den Landtagsabgeordneten Ernst Weidenbusch und Landrat Heiner Janik. Angeführt von der Festkapelle Ainet bewegt sich der Festzug durch die Ortsmitte. Musikalische Klänge, die man nicht jeden Tag in Ismaning zu hören bekommt, begeistern die zahlreichen Zuschauer – das ist gelebtes Brauchtum!
110Jahre5110Jahre6Aus der Festkutsche heraus winken den Ismaningern neben Landrat Heiner Janik Bürgermeister Michael Sedlmair, Pfarrer Johannes Serz und eine sichtlich stolze Chorleiterin Thea Stark zu. Im durch die sommerlichen Temperaturen stark aufgeheizten Bürgersaal überreichen Vorstand Josef Zettl und sein Stellvertreter Franz Risinger im Rahmen des Festakts am Nachmittag die Ehrengaben.110Jahre7

Eine besondere Ehre wird dabei Franz Landmann für seine 32-jährige Tätigkeit als Fähnrich zuteil. Als Dank erhält er von der Vereinsführung eine gestickte Miniatur der Ismaninger Sängerfahne. Mit einigen letzten musikalischen
Klängen der Festkapelle aus Ainet geht das von Josef Zettl, Franz Risinger und den Sängern perfekt organisierte Jubiläumsfest zu Ende.

2009
Michael FreyMichael Clemens Frey wird neuer Dirigent des Männergesangvereins. Er löst Thea Stark ab, die in den zurückliegenden neun Jahren bei den Sängern den Taktstock geschwungen hat. Unter ihrer Leitung hat der Chor enorm an Qualität und neuem Liedgut gewonnen. Bald stellt sich heraus, dass die Sänger mit dem „Frey-Michi“ einen wahren Könner am Dirigentenpult gewonnen haben. Die gewissenhafte und intensive Probenarbeit macht sich schon sehr bald bei den verschiedensten Vorträgen und Auftritten bemerkbar.

Ismaning feiert sein 1200-jähriges Bestehen.
Höhepunkt ist der im Rahmen des Dorffestes stattfindende historische Festzug am Sonntag den 13. September. Die Sänger sind entsprechend der Zeit um 1919 gekleidet und stellen auf ihrem Festwagen den Erwerb der Schlossanlage durch die Gemeinde Ismaning dar. Sie führen dabei ein Modell des Ismaninger Schlosses mit, das von einigen künstlerisch veranlagten Sängern nach Originalplänen aus der Zeit um 1900 angefertigt worden war. Im selben Jahr 1919 ist durch die Vereinigung von „Liedertafel“ und „Liederkranz“ der „Gesang-Verein Ismaning“ entstanden und es stellt somit auch für die Sänger einen wegweisenden Wendepunkt in der Vereinsgeschichte dar.

2009 Schlosskauf

2010
Ziel des Vereinsausflugs ist die Elbmetropole und Kulturstadt Dresden in Sachsen. Als besonderes Erlebnis für die Sänger bleibt dabei das „Vater Unser“ des Chors in der nach den Kriegszerstörungen wieder aufgebauten Frauenkirche in Erinnerung.

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2011
115JahreBeifallsstürme erntet der Männergesangverein Ismaning bei seinem Festabend anlässlich seines 115-jährigen Bestehens am 29. Oktober im Ismaninger Bürgersaal. Neben dem 62-köpfigen Männerchor unter der Leitung von Michael Clemens Frey erfreuen die Sängerrunde Schwoich und das Ismaninger Blasorchester die Zuschauer im vollbesetzten Saal. Ehrenmitglied Franz Risinger und Chormitglied Franz Weisl führen mittels einer spannenden Bildpräsentation durch die Vereinsgeschichte des Männergesangvereins. Jede Menge Vereinsgeschehen und zahlreiche Anekdoten sind dabei in den humorvollen Dialogen der beiden Akteure verpackt. Mit mehreren Auftritten zeigen die beiden Gesangvereine ihr musikalisches Können.

 
115Jahre2Die Ismaninger bieten neben dem traditionellen alpenländischen Chorgesang Berliner Melodien aus den 20er Jahren, den „Donauwalzer“ und den „Kriminaltango“. Auch die kleine Gruppe des MGV Ismaning erntet mit dem Spider Murphy Gang Klassiker „´S Leb´n is wiar a Traum“ viel Applaus. Die Schwoicher Sänger erobern sich mit ihrem witzigen und erfrischendem Programm einmal mehr die Herzen der Zuhörer im Sturm. Zum Abschluss singen beide Chöre gemeinsam das Lied „Dank an die Freunde“, die deutsche Fassung des bekannten Schottischen Volkslieds „Amazing Grace“, dirigiert vom Ismaninger Chorleiter Michael Clemens Frey. Umrahmt wird die gesamte Veranstaltung durch das Ismaninger Blasorchester.

2015
Franz Weisl wird Vorstand des Männergesangvereins. Er übernimmt das Amt von Josef Zettl, der in den zurückliegenden 18 Jahren die Geschicke des Vereins sehr erfolgreich und zukunftsweisend geleitet hat. Fest eingebunden in das kulturelle und gesellige örtliche Vereinsleben, der Tradition verbunden, ohne dabei dem Modernen verschlossen zu sein, so lauteten die Grundsätze seiner erfolgreichen Vereinspolitik. Vom „Matrosengrab“ aus der Gründerzeit des Vereins über das „Hui auf“ und den 50er  Jahre-Schlager „Capri-Fischer“ bis hin zu Hubert von Goisern mit seinem zeitgenössischen Hit „Du bist so weit, weit weg von mir“, spannt sich heute das breit gefächerte Liedrepertoire der Ismaninger Sänger. Die Sänger ernennen Josef Zettl aufgrund seiner großen Verdienste, die er sich um den Verein erworben hat, zum Ehrenvorstand.

2016
Der MGV Ismaning feiert sein 120-jähriges Gründungsfest am 4. und 5. Juni unter Beteiligung zahlreicher Gesang- und Ortsvereine.